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Samstag der 11. September 2010 Tag 2 auf der Isla Fuerte

Hola a todos,

gestern Morgen sind Sandra und ich aus Bogotá wieder gekommen, aber da ich ja erstmal vom Wochenende davor berichten wollte, müsst ihr auf die Hauptstadterlebnisse noch etwas warten ;-)

Am zweiten Tag auf der paradiesischen Insel gab es zum Frühstück erst mal schön frittierte Empanadas. Neben Fischfüllung gab es auch welche mit …. Käsefüllung. Eeeeeendlich, denn die Teigtaschen mit Käse hab cih hier in Kolumbien die letzen Wochen sehr vermisst. Ich kenne die nämlich aus Chile (wo es die an jeder Ecke gibt) und da ich die wirklich liiiebe war ich schon etwas enttäuscht, dass es die hier nicht gibt. Eine Kleinigkeit am Morgen, die mich glücklich gemacht hat J

Außerdem gab es dazu ein sehr leckerer Saft, aus einer Frucht dessen Geschmack ich noch nicht kannte, aber dessen Namen ich leider vergessen hab (wird ich nochmal nachfragen &hellip Ich finds ja immer wieder spannend, was für Früchte es hier gibt, von denen ich noch nie gehört habe, geschweige denn probiert. Toll!

Über den Tag verteilt haben wir dann Sightseeing auf der Insel gemacht, mit einem Freund von Santiago, Salsa,  der dort lebt und auch noch einem anderen Freund von ihm. Beide super nett, aber leider hab ich bis zuletzt nicht herausfinden können, wie der andere Typ heißt, denn dessen Namen hab ich auch nach dem 100sten mal nachfragen nicht verstanden. Irgendwann wurds mir zu peinlich immer wieder nachzufragen, also hab ich mir gedacht, dass ich ihn im Falle eines Falles schon irgendwie finden würde, da ich immerhin weiß, wie seine beiden Söhne heißen J hahaha (Lukas und Milton, das konnte ich verstehen und mir merken J ).

Zu den Sehenswürdigkeiten der Insel gehört unter anderem ein riiiiiiesen großer Baum der „Bonga“  heißt und das ältestes „Lebenwesen“  („Etwas&ldquo der Insel ist. Der hat sogar ein Schildchen mit persönlichen Angeben drauf  an den Stamm genagelt J Schöner Baum, sehr ungewohnte, komische Erscheinung, interessant.

Außerdem sind wir in die Cueva de Morgan gekrochen, wobei ich noch nicht genau weiß, was „cueva“ übersetzt heißt. Das war so ne Höhle im Berg J Diese Felsenhöhle, die nur 1,45 hoch und schließt sich wohl immer mehr, etwas gruselig da drin, mit Fledermäusen (mitten in den Tropen, zwischen Palmen, schräg&hellip

Und es gab noch einen anderen komsciher  Baum, der Äste abseilt die sich dann im Boden verwurzeln und mit der Zeit zu Stämmen werden. So „wandert“ der Baum immer weiter, mit seinen unzähligen „Füßen“ (=Stämmen) in Richtung Dorf. Witzig. Vielleicht weiß Ute ja, wie diese ganzen komischen Baumviecher heißen, wenn ich ihr in ein paar Monaten die Fotos zeige …  ;-)

Nach dieser Wanderung durch Wald und Wiesen kamen wir dann an einen typischen Klischee-Karibik-Strand mit weißen Sand und vielen kleinen Hütten mit Palmendach. Total süß, sehr idyllisch.

Wundert euch cniht, dass ich immer soviel von Essen erzähle, aber ich finde einfach, dass das eine der interessantesten Sachen ist, die man „erlebt“ („erschmeckt&ldquo, wenn man so weit weg von zu Hause ist, in einem Land, was sooooo anders ist. Im Alltag ist man sich des Essens ja meistens nicht so bewusst, man ist halt das, was man immer ist, jaja, und dann sitzt man auf ner einsamen Karibikinsel und da gibt es natürlich kein Schwarzbrot J hahaha. Stattdessen gab es zum Mittag Bananen-Pommes ;-) Reis und Rührei und zum Abendbrot sollte es eigentlich Langusten geben, die konnte wir dann allerdings nicht essen, weil der Strom im ganzen Dorf ausgefallen ist (ja, einige Häuser haben Strom, aber vor allem die offiziellen Einrichtungen im Dorf, wie die Schule und einige Läden) und dadurch sind die schlecht geworden (wurden schon nachmittags gefischt)

Nachmittags sind wir dann auf eigene Faust, alleine los, um einen weiteren Strand zu suchen was damit endete, dass wir das Abendbrot verpassten weil wir bis spät nachts (ich weiß nicht welche Uhrzeit, weil ich das ganze Wochenende nicht einmal auf die Uhr geguckt hab&hellip durch irgendwelche Wälder irrten, da wir uns verlaufen hatten. Nur durch Zufall hatten wir eine Taschenlampe dabei, aber auch das half nicht viel, weil wir einfach keinen Plan hatten wo wir waren und da im gesamten Dorf der Strom ausgefallen war, konnte man sich auch an nichts orientieren. Dann fing es auch noch an zu regen, so dasss ich die Trampelwege im Wald in Schlammfelder verwandelten. Mit Flip Flops gab es keine Chance da durch zu kommen, also sind wir etliche Stunden barfuß durch Schlamm gewatet (ich hab noch die eine Wattwanderung gemacht, aber genau so stell ich es mir vor) was damit endete, dass meine Füße übersät von Schnitten waren (die sich trotz späterer Desinfektion auch teilweise richtig schön entzündeten) und meine schöne (seufz, wein, schluchz) Hippie-Bluse leider hinüber ist, weil sich bei Tageslicht herausstellte, dass der Schlamm lehmartig, rot ist und auch nach etlichem waschen nicht raus geht.

Aber es war trotzdem ein sehr schöner Tag! J      

Die Nacht war allerdings wieder etwas gruselig.

Ich hatte mich gegen die Ekel-Matratze und stattdessen für eine Nacht unter freiem Himmel in der Hängematte entschieden und da schlief ich gerade richtig gut (meeeega gemütlich) als plötzlich ein völlig bekiffter, besoffener, was weiß ich, junger Mann an mir vorbei ins Haus torkelte. Da ich ja nicht zulassen konnte, dass meinen Begleiter irgendetwas zustößt bin ich ihm also ins Haus gefolgt, wo ich dann aber mit Verwunderung feststellen musste, dass er gemütlich mit Santiago an einem Tisch saß, der ihm wohl gerade irgendwelche Drogen schenkte (der Typ hatte angeblich Geburtstag). Neben wer weiß wievielen Kilos Marihuana (was tatsächlich die Hauptwährung auf der Insel ist) hatte Santiago also anscheinend auch noch einen kleinen Vorrat an chemischen Drogen dabei.

Völlig verwirrt (noch im Halbschlaf) konnte ich mich aber zu dem Zeitpunkt nicht drüber aufregen, bin also nach einem trocknen „Herzlichen Glückwunsch“  und einem bösen Blick zu Santiago wieder in meine soooooo gemütliche Hängematte gewandert (natürlich nicht um ein weiteres mal „Oh mein Gott, Bettina, was machst du hier grad eigentlich“ zu denken) und hab einfach weitergeschlafen J

Kann mir ja auch egal sein, was anderen Leute in ihrer Freizeit machen ….

Sonntag Tag 3

Zum Frühstück gab es am Sonntag  den Fisch vom Abendbrot (Samstag) mit Kokosreis (arroz de coco) suuuper lecker. Muss ich unbedingt auch mal machen, soll angeblich ganz einfach sein, habs mir extra erklären lassen J

Direkt nach dem Frühstück sind wir zu einem weiteren Strand ausgebrochen (Playa Matal). Dort wurde dann mit witzigen Opis, die da auhc gerade rumchillten was gesnackt. Quesito und Bocadillo, sprich mega salziger weißer Käse, krümelige Konsistenz, nicht sehr lecker und dazu eine klebrige aber feste Zuckermasse mit fruchtigem Geschmack. Gewöhnungsbedürftig, aber typsich kolumbianisch, also hab ichs mir reingezwungen J hihi

Abends haben wir dann mit Salsa und seinem Freund gegrillt, bzw. Salsa hat gekocht. Wie immer Fisch und wie das ganze Wochenenede über natürlich super lecker, frittierten Fisch mit Reis und Tomatensalat. Hat er echt richtig toll gemacht, übern Lagerfeuer und den Topf mit einem Bananenblatt zugedeckt. Cool J Schöner Anblick. Daher war es schon alleine wegen der Atmosphäre lecker ;-) aber auch so, echt suuuper lecker.

Ich bin echt zum Fischliebhaber geworden auf dieser Insel. Immer frisch immer lecker…

Montag Tag 4

Eigentlich war ja mein Plan, in der Nacht von Montag auf Dienstag wieder zurück zu fahren, da ich dienstags Uni habe, aber Santiago hat uns beide so lange bequatscht, bis wir zugestimmt haben noch einen Tag länger zu bleiben. Ist ja auch nicht so, dass man von dieser Insel wieder weg möchte (oh man, da hätte ich es wirklich noch ein paar Wochen aushalten können) aber es gibt schließlich auch hier Verpflichtungen… Naja, sich einmal weniger in der Tanzstunde zum Affen machen ist schon ok ;-) Also sind haben wir „Santiago zu Liebe“ beschlossen, am Dienstagmorgen zu fahren, weil man über Tag fahren muss, da es nur morgens Boote von der Insel zum Festland gibt.

Zum Frühstück waren wir am Montag also wieder bei der Nelda die die ganzen frittierten Sachen zubereitet und ich hab mich an noch etwas Neues rangetraut. Papa rellendada (gefülltes Kartoffeletwas, zerstampfte Kartoffel, glaub ich, und dann frittiert) probiert, find ich aber nicht so lecker. Außerdem hab ich nun endlich auch mal Arepa de huevo gegessen. Dass ist ein typischer Snack hier. Arepa ist ein Teigfladen, den es in 1000 vrschiedenen Varianten gibt. Aus Amis, aus süßem Mais, gefüllt, belegt wie eine Pizza, mit Frischkäse bestrichen, als süßen Nachtisch und immer jeißt es „Arepa irgendwas“. Diese Arepa mit Ei ist typisch für die Küste, es gibt sie aber auch in Medellín, wo sie allerdings nie so lecker aussah, weshalb ich mich bisher auch noch nie getraut hatte, die zu probieren. Der Teigfladen wird erst kurz frittiert und dann aufgeschnitten ein Ei reingefüllt und dann nochmal frittiert. Sehr lecker. Gibt es wie gesagt überall im Land, kommt aber von der Küste, deshalb voll cool, dass ich das jetzt da das erste Mal gegessen hab. Ich werd diese Arepa aber zur Sicherheit auch noch mal mit anderen aus Medellin vergleichen J

Nach dem Frühstück und einer Diskussion mit den Jungs darüber, dass ich es super scheiße finde, dass alle hier immer versuchen mich (uns, Sandra und mich, und generell alle Ausländer) zu bescheißen ging es an einen weiteren Strand. Meine kolumbianischen Begleiter fanden es irgendwie nicht so schlimm, wollten es nicht einsehen oder es schien ihnen einfach egal zu sein, dass ihre Landsleute, die z. B. Obst und Gemüse auf der Straße verkaufen, einen super schlechten Eindruck hinterlassen, und somit dem „Ansehen“ aller schaden. Das hat mich mega aufgeregt, weil ich halt meinte, dass sowas einfach nicht sein kann, dass man überall immer beschissen wird und dass es ja klar ist, dass bei so einem „Bescheiß-System“ nichts funktioniert. Aber gut, der lange Weg zum Strand Playa Caval (wieder quer durch die Wildnis) bot mir genug Zeit um mcih wieder zu beruhigen, auch wenn ich noch immer der gleichen Meinung bin …

Am Strand haben wir dann eine total süße, runde Hütte mit Palmendach auf Stelzen vorgefunden und dort Cebiche gegessen und später in der Nacht auch noch anderen komisch gehackten, zerstückelten Fisch gegessen.

Die Cebiche war ganz anders als ihn Peru und Chile. Dort wird die mit allem möglichen Meeresgetier gemacht, eher suppenähnlich, sehr flüssig mit den Fischstücken drin schwimmend, viel Limettensaft und schmeckt echt krass fischig, weil alles roh ist (nicht so mein Fall, weder das peruanische noch das chilenische Cebiche) aber das hier war ganz anders.

Diese Cebiche bestand nur Schrimps mit Zwiebel dazu etwas Limettensaft Ketchup und Mayonnaise und dann alles gut durchmischen dazu dann Kräcker gegessen. Sau lecker! J

Irgendwann später kam dann auch diese andere Clique mit dem Typen der gestern Geburtstag hatte und 2 Mädels zu dieser Hütte und später stellte sich heraus, dass die Mädels auch nur zu Besuch sind und auch aus Medellin kommen. Was für ein Zufall.

Auf dem Rückweg regnete es natürlich wieder, sodass wir uns wieder auf Schlammwegen ins Dorf kämpfen mussten. Weil ich ja schon „verletzt“ war (die Schnitte vom anderen Tag) und mittlerweile auch echt etwas fertig war von der Sonne und den hygienischen Bedingungen unseres Aufenthaltes hab ich da ein bisschen rumgejammert, sodass mir Freund von Salsa dann seine Flip Flops gegeben hat J (eine der Prinzessin-Situationen, denen ich meinen jetzigen Spitznamen verdanke … J ) Insgesamt hab ich aber ganz viel Lob von den Jungs eingesteckt, weil ich immer ganz tapfer Ronja-Räubertochter-mäßig alles mitgemacht hab ;-) Ich glaube sie hatten Schlimmeres erwartet, als sie mich das erste Mal gesehen haben und waren deshalb jedes Mal wieder ganz erstaunt und begeistert, wenn ich z. B. alles probiert hab, was sie mir vorgestezt haben J  Wobei  mir das am Dienstag zum Verhängnis wurde, aber dazu später mehr …..

Schlammverschmiert sind wir dann irgendwann in der Dorfdisko angekommen (Zementboden mit Palmendach und 2 großen Boxen bemalt mit Papageien), wo wir dann ordentlich Party gemacht haben. Wir haben nicht nur sehr viel getanzt (wir waren zu siebt die einzigen in dieser „Disko&ldquo, sondern auch ganz viel (zuviel) Rum und Fusel-Whiskey getrunken, sodass ich mcih auch nicht mehr an den Heimweg erinnern jkann … ;-) hihi

Dienstag Rückfahrt

Erstaunlicherweise konnte ich am Dienstag aber nahc nur sehr wenigen Stunden trotzdem gut aufstehen. Im Morgengrauen mussten wir uns von der Insel verabschiedne und ganz schenlll unsere Sachen packen, weil ein Boot extra auf uns gewartet hat. Ich hatte die ganze Bootsfahrt über das schreckliche Gefühl, dass cih irgendwas ganz wichtiges vergessen hab, aber zu Hause hat sihc herauasgestellt, dass nur meine Taschenlampe da geblieben ist.

Für den Weg in die Stadt haben wir uns dieses Mal nicht für den Bus, sondern für das Fahren auf einem Gelänewagen hinten drauf entschieden, was natürlich viel lustiger und holpriger war J

Nach einem Stück „1000-Seiten-Torte“ (Mil Hojas, bestehend aus ganz vielen Teigschichten und dazwischen immer Karamelcreme, Arequipe) die cih ebenfalls aus Chile kenne und daher sehr entschäuscht vom wabbeligen Teig und faden Geschmack war, ging es ab in den Bus. Obwohl wir ja über Tag fahren mussten, hab cih ein bisschen geschlafen und es war auch echt schön dieses Mal den Weg, die Landschaft sehen zu können. Jaaaaa, es WAR schön, bis wir anhielten und ein agua panela, so eine süße, zuckrige Brühe, mit Käse drin rumschwimmend an ner Raststätte tranken.  Wieder im Bus fing mein Bauch an zu grummeln und von da an wurde es von Stunde zu stunden schlimmer. Die letzte Stunde war die reinste Qual, ich lag auf den Sitzen, lief im Bus rum, schmerzverzerrtes Gesicht, bis ich schließlich sogar weinen musste, weil diese Bauchkrämpfe einfach nicht mehr auszuhalten waren. So unglaublich dolle Bauchschmerzen hatte ich selten. Oh mann… Im Nachhinein ganz schön peinlich, wie ich da so heulend am Busbahnhof saß, als wir in Medellín angekommen waren. Ein Freund von Santiago hat uns dann extra wegen mir abgeholt, seine Schwester die Krankenschwester ist wurde per Telefon konsultiert und dann haben mir die Jungs noch irgendwelche Tabletten gekauft, die ich einfach ohne zu fragen alle geschluckt habe. Ich war echt ein Häufchen Elend, wimmernd auf der Rückbank liegend.

Immernoch mit Tränen in den Augen kam ich dann Zu Hause an, ein richtig doofer Abschluss eines so schönen Wochenendes, weil cih natürlich auch nicht in der Lage war mich angemessen von den beiden zu verabschieden und mich zu bedanken (das hab cih natürlich mittlerweile nachgeholt) aber was soll man machen …. Ich hab mich echt lange zusammen gerissen, aber irgendwann wurd der Schmerz einfach zu doll, da muss man dann als Mädchen manchmal einfach weinen … ;-)

Diese Bauchschmerzen haben mich auch noch das ganze Wochenende in Bogotá begleitet.

Nachdem ich am Dienstagabend wieder in Medellin angekommen war, wurde am Mittwoch nach der Uni schnell alles gewaschen und am Donnerstag begann das gleiche Spiel. Gleich nach der Uni abends um 8 nach Hause hetzen, Rucksack schnappen, Essen runterschlingen und zum Busbahnhof sprinten, denn nach nur 2 Tagen zu Hause gings ja mit Sandra ab in die Hauptstadt (das war schon länger geplant gewesen).

Hui hui, ich komm gar nicht zum Studieren ;-)

 

Was wir in der größten Stadt des Landes erlebt haben erzähl ich euch dann nächstes Mal J

Die Abenteuer der Bettina K. …. Fortsetzung folgt … hihihi

 

Ganz liebe Grüße an euch alle!!!!

P.S. Nachdem ich an irgendeinem dieser Tage bereits vromittags dabei war meine zweite Kokusnuss zu essen (komplett alleine) ist mir irgendwann eingefallen, dass Moritz mir mal erzaehlt hat, dass Kokusnuss unglaublich viele Kaloriene hat. :-D hahahaha

Das hat mir dann so ein schelchtes gewissen gemacht, dass ich leiber angefangen hab an der Schale rumzuschnitzen. Ich bin immernoch dabei aus einer "meiner" Kokusnuesse aus dem Paradies einen Becher zu machen. Cool, ne? :-) Und dann mal cih den bunt an und hab ein Stueck Karibik zum mitnehmen :-)

Fotos hab ich naemlich nur sehr wenige gemacht. Das werd ich ebstimmt in einigen Jahren bitter bereuen, aber es waren einfahc so viele WOW-Momente, die ich zerstoert haette, wenn ich da die Kamara gezueckt haette. und wie soll ich von den besten augenblicke Fotos machen, wenn das z. B. leuchtendes Plankton im Wasser ist?! Unmoeglich.... MIr bleiben also nur die Bilder in meinem Kopf ... :-) und ihr geht leider leer aus. Sorry :-)

24.9.10 19:18


Ni comodidades ni lujos (weder Annehmlichkeiten noch Luxus) oder 4 Tage im Paradies

Mit diesen Worten lud uns Santiago am Mittwochabend  per SMS auf eine Insel in die Karibik ein. Isla Fuerte. Eigentlich wollte er sofort los, was mir dann aber doch etwas zu spontan war, mit einigen Überredungskünsten konnte ich ihn Gott sei Dank  davon überzeigen doch erst am Donnerstag los zu fahren, sodass ich an diesem Tag noch zur Uni gehen konnte. Das Wochenende in der Karibik wollte ich mir aber natürlich auf keinen Fall entgehen lassen. Den Donnerstag über war ich den ganzen Tag schon freudig-gespannt, was mich die nächsten Tage wohl erwarten würde, da Santiago immer nur komische Kommentare von sich gab, wie „da bezahlt man nicht mit Geld, sondern mit Klamotten oder Marihuana“ und „wunder dich nicht, wen du die nächsten Tage noch mehr angestarrt wirst als sonst, du bist wahrscheinlich die erste Weiße, die sie zu Gesicht bekommen“. Etwas getrübt wurde meine Vorfreude dann leider von Sandras Entscheidung, dass sie nicht mitkommen würde, weil sie zu viel für die Uni zu tun hätte, ich selber zweifelte jedoch keinen Moment daran, dass das ein traumhaftes Wochenende werden würde  und das war es letztendlich auch!

Donnerstagabend ging es los, mit Santiago und einem Freund von ihm, im Bus 10 Stunden an die Küste. Beim Einsteigen in den Bus kamen schon wieder Chile-und-Peru-Reisegefühle in mir hoch und ich wurde wirklich ganz kribbelig. Durchgeplant bis zum letzen, To-Do-Listen-abhängig bin ich (leider) eine der unspontansten Personen überhaupt, umso mehr freute ich mich über mich selbst, dass ich grad so „mutig“ und spontan war, einfach mit 2 Männern in die Karibik zu fahren, mit nur einem Tag Vorbereitung (den ich in der Uni verbrachte und somit aus nur einer Stunde Vorbereitung bestand) von denen ich den einen (Santiago) erst eine Woche kannte und den anderen gerade mal eine halbe Stunde.

Freitag Tag 1

Morgens kamen wir in ner Stadt an, von wo aus wir mit einem anderen klapprigen Bus bis ans Wasser fahren mussten. Nach einem kurzen Fußmarsch und der ersten Erkenntnis, dass hier wirklich alle Menschen schwarz sind und ich mir noch nicht mal einbilden kann, dass ich gar nicht so auffallen würde (unmöglich &hellip, kamen wir an das Ufer, wo wir ein Motorboot zur Insel nahmen. Auf der Insel angekommen wurden wir von zwei Soldaten empfangen, die unsere Ausweisnummern aufschrieben und mir ein bisschen Angst machten, weil sie (wie es hier und auch in Lateinamerika generell üblich ist) unglaublich große Waffen bei sich trugen, an deren Anblick ich mcih wohl nie gewöhnen werde.

Der kurze Anflug von „was mach ich hier eigentlich gerade, Hilfe …“ hielt aber nur einige Minuten an, denn schon kamen Freunde von Santiago, die auf der Insel leben auf uns zu gestürmt und begrüßten uns total lieb und freudig. Santiago war schon mal hier und daher kennt er die, wirklich ein absoluter Glücksfall diese beiden als seine Freunde zu haben. Zwei super nette Personen, total offen, hilfsbereit und während der kommenden Tage nicht ein einziges Mal  genervt von „der Deutschen“ die in manchen Situationen doch etwas  prinzessinnenhaft (jaaaaa, „Prinzessin“ ist jetzt mein Spitzname bei den 3 Jungs … ;-) ) und unbeholfen durch die Wildnis stampfte hahahaha

Anscheinend war sofort klar, wo wir unterkommen würden (ich trottete einfach nur hinterher, nur am staunen und gucken). In einem großen Holzhaus mit Palmendach (3 Stockwerke) direkt am Strand. Das Haus war unglaublich schön, alles offen, terassenmäßig, aber trotzdem Schränke und so Betten und so drin. Alles aus Holz, super schön. Eine sehr skurrile Situation, dieses Luxushaus direkt am Strand mit eigenem Steg und direkt dahinter (mit einer Steintreppe verbunden) eine schäbige Hütte, wo eine 5-köpfige Familie drin wohnt. Während wir die ersten Stunden noch Witze machten darüber, dass dies wahrschienlich das Haus eines Drogenbosses sei, stellte sich gegen Abned heraus, dass diese Vaermutung goldrichtig war. Das Haus ist das Ferienhaus eines ehemaligen Politikers aus Cartagene (die nächst größere Stadt an Land) der neben seiner Politikertätigkeit wohl auch dick im Drogengeschäft war. Das alles ist natürlich schon lange her (irgendwann in den 80igern), er steht nun bis an sein Lebensende unter Hausarrest, sodass er das Haus nicht mehr nutzen kann und die Familie sind früher seine Angestellten gewesen, deren Aufgabe es nun ist auf das Haus auf zupassen, bis irgendwelche Erben irgendwann entscheiden, was damit passieren soll. Früher gab es wohl sogar Strom und fließend Wasser in dem Haus, und neben den 3  Schlafzimmern und etlichen weiteren Räumen findet man auhc 2 Bdezimmer mit Kloschüsseln, aber mittlerweile ist natürlich alles total herunter gekommen. Wir haben letzendlich im oberen geschoss geschlafen, auf mega rantzigen alten Matratzen (die in mir gleich Floh-Erinnerungen an Peru weckten) wo es stellenweise reingeregnet hat, weshalb wir eine Nacht alle unter eine mitgebrachte Plane kriechen mussten, um nicht völlig klitschnass zu werden. Die unzähligen Schaukelstühle, die im ganzen Haus verteilt waren haben mir so manchen Tagtraum über Kokain-Bosse und wilde Drogenparties beschert J hihihi, ich hatte meinen Spaß beim Träumen in der Sonne.

Etwas gruselig war die erste Nacht allerdings wirklich, das plötzlich wildes gerumple war und irgendwelche Leute das Haus betraten, wo sich dann rausstellte, dass das Fischer sind, die auch in dem Haus (im 2. Stock) schalfen wollten. Oh mann, da hatte ich echt erstmal ein wilchen ganz schön herzrasen. Es ist cniht schön mitten in der Nacht in einer Drogenvilla von kräftigem Männergetrampel aufgeweckt zu werden, und laute Schritte zu hören die imemr näher kommen, die Holztreppe hochstapfen ….. aber waren ja nur Fischer ….

Ja, Fischer, hier ist eigentlich jeder Fischer, und es gibt auhc jeden Tag Fisch. Uns wurde jeden Tag ein anderen vorgesetzt, dazu Garnelen, Krabben, was das Meer so hergibt (außer Muscheln, die hatten wir nicht, warum eigentlich cniht … ? keine Ahnung, aber mag cih sowieos nicht J )

Dazu gibt es immer Reis und immer frittierte und gesalzene  BAnana, die dann wie bessere Pommes schmeckt.

Den ersten Tag haben wir nichts weiter unternommen, uns ein wenig organisiert (also, die Jungs, cih lag nur in der Hänegmatte rum &hellip den Strand begutachtet und natürlcih ganz viel geschwommen.

Zu organisieren gab es nicht viel, die mitgebrachten T-shirts  wurden an die Leute verteilt und es wurde geklärt, wer wann welches Essen bringen würde und die Mutter der Famile (unserere „Vermieter&ldquo Gladys bot an, für uns die nächsten Tage zu kochen.

Und der Strand. Ein Traum. Muscheln so groß wie Fußbälle und Palmen, nicht als Palmen. Allerdings kein kitschiger weißer Sandtsrand, sondern piksige Steine J

Und auch das Wasser war einfach der Hammer. Warm, aber trotzdem erfrischend bei der Hitze, und in allen erdenklichen Blau- und Grüntönen die es auf der Welt gibt. Dsazu dieser malerische, zerfallene Holzsteg und wenn man vom Wasser aus auf den Starnd blickt sieht man nur Plamen. Unglaublich schön. Pure Entspannung.

Ich bin ja eigentlich überhaupt keine Wassernixe, überleg immer erst 10 mal bevor cih mcih ins kalte Nass traue, aber dort war einfach alles anders. Ich hba meinen Bikin erst wieder zur Rückfahrt ausgezogen und miene Haare waren die ganzen Tage über durchgehend nass. Sobald die Sonne die Haut wieder getrocknet ahtte wollte man einfach wieder reinspringen. Dass Wasser hat mich irhendwie magisach angezogen J hihi

Und das Beste kam noch, nach einem atembereaubenden Sonnenuntergang. Leuchtendes Wasser! Wir sind nichtsahnend nachts schwimmen gegangen und bemerkten auf einmal, dass um uns herum alles leuchtete! Wenn man sich bewegte leuchten lauter kleine Lcihter auf. Wohl irgendwie Plankton, oder was weiß ich, ist mir auch völlig egal, was das war oder ist, wie es heißt und wo es herkommt, es war einfach eindeutig eine der coolsten „WOW-Situationen“ meines Lebens, die Einzug in die top 10 der unvergesslcihen Momente hielt und von denen ich bestimmt meinen Enkeln berichten werde („damals in der Karibik, in der ersten Nacht … auf einmal leuchtete es um mcih herum im Wasser …&ldquo. Unbeschreiblich schön!

Was wir die anderen Atge erlebt haben schriebe ich euhc, wenn cih aus Bogota wieder komme. Sandra und ich fahren naemlich heute abend ueber Nacht in die Hauptstadt, wo wir bis DIenstag bleiben werden. Unterkommen werden wir bei einem Kolumbianer, den Snadra auf dem Hinflug kennen gelernt hat, der in Deutschland studiert und gerade ueber die Ferien wieder zu Hause ist, Daniel.

Ich sag ja, Freizeitstress :-) hahahaha kaum ist man wieder da gehts aiuch schon wieder los huihuihui das macht Spass!!!!

Wenn ich wieder da bin melde ich mich, oh mann, ich bin ja schon wieder hammer im Rueckstand mit den ganzen Geschichten, die es ncoh zu erzaehlen gibt ... :-)

Also, ich meld mich!

Fuehlt euch gedrueckt, von der braungebranten Bettina :-)

Adios

 

P.S. Gute Besserung an dich, Oma! Werd schnell wieder gesund!

16.9.10 19:18


Freizeitstress

Hallo ihr Lieben,

gerade überschlagen sich die Ereignisse hier ein wenig, ich glaube ich bin endlich richtig angekommen.Jedenfalls fühlt es sich grad so an :-)

Leider spinnt unser Internet total, so dass es fast unmöglich ist euch zu schreiben. Dieses hier ist daher gerade auhc ein Test, denn ich schreib gerade eine E-mail an den Blog und nicht direkt auf die Seite. Hofffe dass hier kommt bei euch an :-)

Am Feitag war ich abends mit ein paar neuen Freunden in ner Bar. Verrücktes Viertel in dem sich neben dem  Straßenstrich jede menge Transvestiten tümmelten. Letztere haben uns sehr nett den Weg erklärt, sodass wir schließlcih die Bar gefunden haben.

Da musste man klingeln und dann haben die einem die Tür aufgeschlossen, drinnen dann überall Fotografien und son Künsteler-Kram ;-) da werden auhc Filem gedreht, alles etwas schräg. Ist irgendwie so ne Art Kommune und die Bar dadrin nur so ne halb-legale Sache, aber wie auch immer. Es wurde gute Musik gespielt und auf den alten gammeligen Sofas konnte man sich gemütlich kennen lernen. War auf jeden Fall cool.

Einer von denen (den hab cih aufm Campus kennen gelernt) hat mich dann auch noch am selben Abend gefragt, ob ich nicht am nächsten Morgen (Samstag) mit ihm, noch anderen Freunden von ihm und vor allem mit ner ganzen Horde Kinder in so nen Freizeit-Park / Mitmach-Museum im Freien kommen möchte. Gesagt getan, bei sowas bin cih ja immer dabei. Es handelt sihc dabei nämlich um Kinder, die in einem Heim leben und für die Ausflüge brauchen die dann immer helfende Hände, um die Rasselbande von ca. 60 Kindern irgednwie in Schach zu halten. Dieser Typ, Santiago, hilft da schon seit 3 Jahren mit und so kam es dann dazu, das sich von ihm am Samstagmorgen  mit 2 (!!!!!!!) Stunden verspätung abgeholt wurde. Also, ich bin diese Latino-Attitüde ja mittlerweile schon ein bisschen gewohnt, aber 2 Stunden ?! Unglaublich ....


Dieses Experiementier-Museum (Parque Explora) war eher langweilig, aber den Kleinen hat es Spaß gemacht, also Ziel erreicht und mal wieder was Gutes getan
:-)

Gleich im Anschluss daran ging es mit Sandra und einem anderen Santiago (den hat Sandra in der Uni kennen gelernt, weil sie mit ihm in einem Kurs ein Referat machen muss) mit der Seilbahn (Metrocable) in die "Berge" rund um Medellin, bzw. erstmal hoch in die Viertel die dort oben liegen (Medellin liegt ja in einem Tal und erstreckt sich auch noch in diese Berge). Ganz oben angekommen erstrecken sich Wälder, die unseren allerdings ähneln und daher nciht sonderlich "exotisch" oder erwähnenswert sind
:-) Wir hatten auch nciht wirklcih viel Ziet dort oben, weil dann schon wieder die letzte Bahn runter fuhr. Also sind wie stattdessen in dem Viertel,w as da oben leigt rumspaziert. Dies war vor dem Bua dieser Seilbahn eines der absoluten Probleviertel der Stadt, mit der höchsten Mordrate, aber seitdem die Bahn da ist und die Bevölkerung somit Anschluss zum Zentrum und zu alle den anderen Stattteilen hat, hat sich das Viertel verändert und ist jetzt relativ (wir sind ja schließlich in Kolumbien...) ungefährlich. EIn weiteres Projekt der Stadt, was zu diesem Wandel beigetragen hat ist der Bau eines großen Kulturzentrums, mit Bibliotek, Computerräumen die jeder benutzen kann und und und, dieses impulsante (moderen, schwarez, aus 3 Türmen bestehende) Gebäude haben wir uns natürlich auch angeschaut, außrdem wunderschöne Fotos gemacht (nicht nur von der Stadt von oben, sondern auch von tollen Bildern, die da auf Wände gemalt sind) und ein typsiches Getränk aus Zuckerrohr getrunken, dessen Name mir grad nciht mehr einfällt ;-) Seeeeehr lecker, sehr erfrischend, empfehlenswert aber für euch wohl unerreichbar :-) hihi ätsch!

Abends sind wir dann ncoh zu dritt was trinekn gegangen. In eine nette Kneipe, die mir noch ein interesantes Getränk beschert hat. Eine Art Kaffe-Cocktail mit 3 Schichten, die sich nciht vermixt haben, sodass man das immer so lustig mit dem Strohalm trinken musste, dass man auhc ja von ejdem was abbekommt. Die drei Schichten waren, Kondensmilch (ich nenn es jetzt einafch mal Kondensmilch, aber da sist es eigentlich nciht, dass ist so ne Mischung aus Sahne und Milch meeega doll gesüßt, heißt leche condensada, die sie hier für alle möglichen Nachtische und Süßkram verwenden), Likär uns Kaffe. Mega geil
:-)

Sonntagnacht war ich dann noch in ner Bar die "Berlin" heißt und vielleicht war der Name auch der Grund, warum ich vom Barkeepre nen leckren Cocktail geschenkt bekommen habe
:-) freu freu. Coole Location, auf jeden Fall. Schade nur, dass ich keine dieser Bars je wieder finden werde, bei meinem schlechten orientierungssinn .... :-(

Dienstagnacht kam dann noch eine weiter hinzu (den Namen muss ich mir wirklich nochmal geben lassen, damit ich da auch Sandra nochmal hinschleppen kann....), diesmal eine Salsabar. Richtig geil! Mit Livemusik, super cool, ahmmer Stuimmung, alle am Tanzen, ein riesen Durcheinander, der Hammer!

Ein Kumpel von Santiago hat mir dann ein bischen Salsa beigebracht und generell waren die Leute einfahc mega nett und cool. Ein rundum gelungener Abend, auch wenn es sehr schade war, das Sandra (mal wieder...) cniht mit wollte, da sie irgendwie die ganze Zeit immer hammer viel für die Uni macht (oder machen muss ...?!).

Ufff, viel erzählt, jetzt werd ich in mein unbequemes, steinhartes Bettchen fallen.


Machts gut und nehmt es mir nicht übel, dass ich so unregelmäßig schreibe
;-)
Wie gesagt, daran ist auch die Technik schuld ....
Kolumbien halt ..... :-)


Adios,

eure Bettina

9.9.10 06:11


Es ist Donerstag, also ist meine Uni-Woche auhc schon wieder um :-)

Hola a todos!

da ich montags und freitags keine Uni hab, werde ich mich gleich schon auf den Weg nach Hause machen und das Wochenende geniessen. (ihr duerft vor Neid erblassen... ;-) )

Das hab ich mir aber auch wirklich verdient nach dieser Woche. Ich habe naemlich gerade die zweite Klausur diese Woche hinter mich gebracht und jetzt gleich muss ich eine Hausarbeit abgeben, an der Sandra und ich (sie macht den Kurs auch) die ganzen letzten Tage sassen. Gestern habe ich Makrooekonomie geschrieben und das ist auhc erstmal voll daneben gegangen :-) hahaha, naja, ich kanns mit Humor sehen, weil ich den nur mache um meine deutsche Note zu verbessern (ich hab den Kurs in Flensburg schon gemacht und auch bestanden), wenn das also nichts wird, is es auch egal. Ebens ist es auch in dem Kurs mit der Hausarbeit. Nur einen Kurs muss cih hier wirklich ernstahft machen, dass ist ein

 Politik-Kurs ueber das Entwicklungstheorien. Super interessant! Total mein Ding! In dem Kurs macht e smir ueberhaupt ncihst aus stundenlang spanische Fachtexte zu lesen, weil es einfach wirklich so spannend und interesant ist. Total toll! Der Kurs hat mir allerdings auch schon wieder einen ordentlichen Nachschub an Zweifeln bezueglich mienes eigenen Studiengangen beschwert. Warum studiere ich bloss Wirtschaft und nicht Politik?!

Nunja, jetzt hab ich es ja bald geschafft :-D

Aber bitte erinnert mich alle an diese meine Worte, wenn ich beim Auswaehlen eines Masterprogrammes bin! :-D

Au'erdem mach ich ja noch 2 Kurse zum Spass, das sind "Malerei" und "Tropische Taenze".

Malerei ist auch total toll (auch wenn fuer mich, als Sparfuchs,  das Anschaffen der vielen teuren Materalien schon etwas schmerzhaft war ;-) ) Der "Lehrer" ist ein grauhaariger Wuschelkopf der immer Led Zeppelin-T-Shirts traegt und wir duerfen bei Rockmusik einfach malen was wir wollen. Es gibt keinerlei Vorgaben, er gibt einem einfach Tipps und Ratschlaege, wenn man das will und wenn nicht laesst er einen auch in Ruhe und redet einem nciht rein. Cooler Typ! Das ist auch total suess, wenn man da hinkommt. Alle Uni-Gebaeude sind ja super modern

und gross, aber die Malerei-und Tanzstunden sind im "Haus der kuenstlerischen Entfaltung", welches abseits am Rand des Unigebaeudes liegt, durch einen Parkplatz vom schicki-micki-Rest getrennt. Ohne Glasfronten und mit nur einem Obergeschoss, statdessen Holzfensterrahmen und verwinkelten Raeumen ist es echt so eine kleine Ruheoase auf dem Gebaeude, einfach ganz anders als der Rest. Ich bin total gerne dort, einfach super gemuetlich.

Im Obergeschoss befindet sich auhc der Speigelsaal zum Tanzen.

Am Dienstag hatte ich dort meine zweite Tanzstunde zusammen mit 10 Latinas die genua wie die erste an der ich teilgenommen hab wieder mit den Worten "Ihr koennt ja eh schon alle ... tanzen" eingeleitet wurde. In diesem Kurs werden naemlich Standard-Lateinamerika-Taenze "unterrichtete", sprich, alle anderen Teilnehmerinnen koennen schon alle Schritte und es geht anscheinend nur darum noch irgendwelche coolen Extra-Moves zu lernen :-D Jaaaaa, und ich mittendrin. Ihr koennt euch sicherlich vorstellen wie das aussieht :-D hahahaha

Jetzt beim zweiten Mal hab ich schon gar nicht merh erwaehnt, dass ich mal wieder keinen Plan von irgendwelchen Grundschritten hab, denn spaetestens beim Vortanzen (jap, jeder muss JEDES MAL vor ALLEN anderern zusammen mit dem Tanzlehrer vortanzen! Jedes Mal eine super peinliche Aktion!) sieht es ja sowieso jeder ...

Bereits in der ersten Stunde stand ich etwas eingeschuechter in der Ecke und habe mir aus sicherer Entfernung angeschaut, wie die anderen Latinas locker-leicht ihre Hueften schwingen liessen. Die Spiegelwand in dem Raum macht die Sache auch nicht besser, denn ich falle nunmal auf! Mindestens einen Kopf groesser als alle anderen, kein langes, wallendes schwarzes Haar bis zum Po und von den weiblichen Kurven mal ganz zu schweigen … ;-) Auch Vorgesternn war es nicht besser (aber nichts desto trotz super lustig :-) )

Bei denen sieht es sehr leicht aus, wenn sie ihre ausgpraegten Hinterteile im Takt der Musik wiegen, aber so einfach ist es nunmal leider nicht J und an mir ist auch eindeutig keine Latina verloren gegangen :-D hahaha

Ich hab mir da so einen bei abgekrampft! Oh mann ... gut, dass keiner von euch je miene "Tanzkuenste" zu gesicht bekommen wird! hahahaha :-D

Aber ihr merkt schon, auch wenn ich mich da zum Affen mache, oder vielleicht auhc gerade deswegen, hab cih meinen Spass :-)

Alles positiv sehen, peinliches Vortanzen staerkt bestimmt auch den Charakter, denn das ist eine ganz schoene Ueberwindung! :-)

Huch, jetzt muss ich auch schon wieder ganz schnell los, zu meinem Kurs.

Ich meld mich wieder.

Adios,

Bettina

2.9.10 23:45


Genauso viel Stress, wie zu Hause ... wie kann das sein?!

Hallo ihr Lieben,

 nun ist das Wochenende schon wieder vorbei und wirklich viel gemacht haben Sandra und ich leider nicht :-)

Ausser dem Kino-Ausflug am Freitag haben wir die Zeit mit Lernen und der Bearbeitung anderer Uni-Aufgaben verbracht.

Aber auch der Alltag haelt hier ja immer wieder Abenteuer bereit :-)

So haben wir uns am Smastag eine Waschmaschine besteltt. Ja, bestellt.

In unserer Wohnung gibt es keine, und das scheint wohl auch relativ normal zu sein, es gibt naemlich diverse "Firmen", die Waschmaschinen vermieten. Super lustig. Man ruft da an und 20 min spaeter traegt EIN Mann (alleine!!!) die Waschmaschine in die Wohnung. Bezahlen tut man dann pro Stunde.

Und auch das Waschen selbst war keineswegs eine Routineaktion. Den Schlauch zum Abfliessen des Wassers hatten wir zwar sogar mit Klebeband am Waschbecken unserer "Waschkueche" befestigt (wir haben so eine Bereich, etwas abseits der Kueche wo ein weiteres Waschbecken zum Waschen ist, wo Putzzeug und so steht) aber mit dem kolumbianischen Abwassersystem hatten wir nicht gerechnet.

Bereits beim Duschen und Abwaschen in der Kueche ist uns schon oft aufgefallen, dass, obwohl die Abfluesse nicht akut verstopft sind, das Wasser nur sehr langsam abfliesst. Keine Ahnug warum.

Nun ja, daran hatten wir aber nicht mehr gedacht. Man kann sich also vorstellen was passiert ist, als die Waschmaschine die erste Ladung Wasser in unser Waschbecken, sprich in  Wohnung gepumpt hatte :-D hahaha

Nachdem wir die kleine Ueberschwemmung entdeckt und das Problem des Abfliessens identifiziert hatten, haben wir also den restlichen Waschgang ueber mit Eimern das Wasser aufgefangen und immer abwechslend in verschiedene Waschbecken abgegossen. Was fuer ein Spass :-) so kann man auch einen Samstagvormittag rumkriegen :-D Aber immerhin sind jetzt alle Klamotten wieder sauber und bei den Temperaturen hier sind sie auch innerhalb kuerzester Zeit trocken gewesen. Noch bevor der naechste Regen kam... Wir haben ja schliesslich eine Mini-Balkon auf den immer gaaanz schoen die Sonne scheint.

Aprppos Sonne, jaaa, die scheint was das Zeug haelt, aber trotzdem regnet es jeden Tag. Warmer, heftiger Regen. Und zwar WIRKLICH HEFTIG! Da wir uns hier in den Tropen befinden, gibt es keine Jahreszeiten, sondern nur Regen-und Trockenzeit, dreimal duerft ihr raten was grad is .... richtig. Wir befinden uns mitten in der Regenzeit und die wird wohl auch nicht vor Oktober enden.

Der Regen ist wie gesagt zwar immer schoen warm, aber es ist doch etwas nervig, weil man nie weiss, was man anziehen soll. Ist halt mega warm, aber muss ja trotzdem immer was zum Ueberziehen mitnehmen.

Warum hab ich nicht meinen tollen rosa-pink-gepunkteten Regenschirm mitgenommen ?!

Oh mann ... ;-)

So, mein Magen knurrt, Zeit fuers Mittagessen.

31.8.10 19:25


 

Buenas noches,

wie bereits erwähnt hält mich auch die Uni hier etwas davon ab euch regelmäßig zu schreiben, denn da ich in Flensburg noch bis Mitte Agust Klausuren schreiben musste (also, nicht nur ich, sondern alle aus meinem Studiengang) sind wir hier einen ganzen Monat zu spät angekommen. Das Semester hat hier nämlich schon MItte Juli angefangen. Das heißt, dass wir ziemlich viel nachholen müssen und bisher zeigen sich meine Profedoren auch nicht sonderlich kooperativ da irgendwelche Ausnahemn zu machen. Im Gegenteil, sie scheinen es eher persönlich zu nehmen, dass ich zu ihrem Kurs zu spät komme, naja, egal.

Erschwerend kommt noch hinzu, dass das System hier (in Südamerika im allgemeinen) auch einfach anders ist. Es wird nicht, so wie bei uns in Deutschland, am Ende des Semesters in jedem Fach eine einzige "große" Klausur geschrieben, sondern während des Semesters bereits viele kleinere, dazu Presentationen und so kurze Quize. Im Klartext bedeutet das, dass cih nächste Woche breits 2 dieser Klausuren mitschrieben muss und deshalb den Stoff nun auch tatsächlich und  innerhalb kürzester zeit nachholen muss. Unendlich viele Seiten lesen und das alles dieses Wochenende ... oh mann.

Am Donnerstag hab ich bereits ein so ein kleines "Quiz" (die nennen das so, hat aber nicht mit einem handelsüblichen Quiz zu tun...)  geschrieben und obwohl ich direkt ins kalte wasser geworfen wurde (ich hatte ja keine Ahnung, wie sowas abläuft...) ist es ganz gut gelaufen. juhuu :-)

 

Ich habe hier zwar nur 3 ernsthafte kurse und 2, die ich zum Spaß mache, aber es ist eben viel mehr Zietaufwand als in Deutschland. Deshalb habe ich auch gleich in der ersten Woche 2 Kurse gestrichen, ohne jemlas da gewesen zu sien :-) hihi eine sehr bettina-untypische Aktion, wo cih doch sonst immer lieber zu viel mache :-)

 

 Auch die das Unigebäude an sich ist ganz anders als man es aus Deutschland kennt.  Die EAFIT (so heißt miene Uni :-) ) ist eine Privatuni und das merkt man auch. Das ist ein großes Gelände umzäunt mit Wachleuten auf dem es alles gibt. etlcihe Gebäude, Läden, verschiede Cafeterias, "Parks", ein Schwimmbad, ein Fittness-center und und und alle sgroß, neu und modern (es gibt z. B. auhc einen ganzen PC-raum nur mit Apple-Computern). Wenn man rein will, muss man die Schranke mit einer Chipkarte (jeder hat eine zur Identifikation) öffnen und dann ist man wie in einer anderen Welt in der alle AMreknklamotten tragen und man keine Angst vor dieben haben muss. Vor der Uni und auch in dem Viertel Poblado, wo die Uni liegt, werden nämlich ständig Studenten bestohlen. Ist ja klar, da wo sich die ganzen Reichen auf einem Fleck tummeln zieht es natürlich auch die Menschen hin, die daruas "ihren Nutzen" ziehen wollen.

Mir ist dieses "Gehabe" an der Uni  ziemlich suspekt. Diese "reichen Kinder" (die kommen hier schon mit 18 an die Uni, weil das Schulsystem anders ist) haben oft noch nie was anderes gesehen, als dieses Viertel, kennen zum Teil noch nicht mal das Stadtzentrum und bewegen sich da irgendwie in so einer Blase von Zuhause in die Uni und noch ins Ferienhaus im Umland, aber das wars dann. Und dann irgendwann gehe sie für ien Auslandssemester nach Europa und denken sie würden die Welt verstehen. Naja, Sandra und ich werden auf jeden Fall oft mit großen, entsetzten Augen angestarrt, wenn wir erzählen, dass wir hier im Zentrum leben. Ziemlich intolerant, voller Vorurteile  und vor allem unwissend, aber da kommt man wohl auch nicht gegen an.

Und natürlich sind nicht alle so :-)

Leider ist das auch wirklich das Bild, was von unserer deutschen Vermieterin (die hier schon seit ca. 8 Jahren lebt) auch so bestätigt wurde.Mit der haben wir uns nämlich letzten Freitag das erste Mal getroffen.

 

Von ihr und meinen Kursen erzähl ich euch das nächste Mal :-) !

 

Alles Liebe aus Kolumbien,

Bettina

 

P.S. Der Film vorhin ("amar a morir" war echt gut!

         Eine südamerikanische Romeo und Julia -   

          Geschichte :-) empfehlenswert!

28.8.10 06:27


es kommt immer alles anders ....

Hallo ihr Lieben,

jaaa, ich weiß, ich wollte euch schon lange geschrieben haben, aber es kommt ja immer alles anders. 

In den letzen 2 Tagen hat mich eine üble Kotzeritis davon abgehalten mich vor den PC zu setzen und davor war es die Uni.

Heute geht es mir wieder gut, hab sogar schon Mittag zu mir genommen (und es ist auch noch immer in meinem Magen ;-) ).

Vorgestern in der Metro nahm das Übel seinen Lauf.

Ich wurde mitten in der Metro nur eine Station vor "meiner" (wo ich aussteigen muss) ohnmächtig, doch Gott sei Dank hat mich eine super liebe kolumbinanische Mutti aufgefangen und auf den Bahnsteig gewuchtet (ich bin natürlich ca. 20 cm größer gewesen asl sie, die sind hier ja alles so winzig :-) ).

Am Banhsteig hab ich dann halb wach mitbekommen, wir ihr ein Mann geholfen hat mcih zu stützen und dann wurd ich auhc schon an die Sicherheitsleute der Metro Übergeben, die mir Wasser und eine Stuhl in ihren misteriösen Büroräumen in der Metro angeboten ahben (ein verwirrendes Labyrinth aud Büroräumen, von denen ich sonst nie erfahren hätte ;-) )

 Als ich mich wieder gefangen hatte und mich auf den Nachhauseweg machte (von der U-Bahnstation sind es noch ca. 15 min zu Fuß dachte ich noch, dass an diesem kleinen Schwächeanfall die stickige Luft in der Metro, die schwüle, drückende Hitze des gesamten Tages, die vielen Menschen und das Gedränge in der U-Bahn, oder einfach nur Wassermangel Schuld seien. Doch zu Hause wurde ich eines Besseren belehrt, denn kaum angekommen, wollte mein Magen die zum Mittag verspeisten Empanadas nicht mehr behalten, sodass ich den Rest des Tages zwischen Schlaf- und Badezimmer hin und her gewandert bin.

Naja, diese kleine Lebensmittelvergiftung sollte mir vielleicht eine Lehre sein. Wobei sie mich wohl kaum davon abhalten wird weiterhin tollkühn alles zu probieren, was lecker aussieht :-)

 

Nun gut, wie gesagt, gestren bin ich dann auch noch etwas benebelt und vor allem etwas schwach auf den Beinen (logisch, ohne Essen im Bauch...) in die Uni gegangen, aber wirklich viel geschafft hab ich nicht mehr.

Nun geht es mir aber wieder gut, also kein Grund zur Sorge.

 

Da hier in medellin diese Woche Filmfest ist, werden Sandra und ich uns jetzt auf den Weg machen, um das Kindo zu suchen und uns eine (hoffentlich) schöne Schnulze auf Spanisch reinzuziehen!

 

Das wird bestimmt lustig.

 

Alles Liebe aus Kolumbien,

eure Bettina

27.8.10 21:03


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